Medienspiegel zu Milano-Cortina 2026
Naturschützer prangern an, wie zum Nutzen der Bauindustrie mit Umwelt und Bewohnern umgesprungen wurde. Die Alpen sollten "kein Spielplatz für kurzfristige Interessen" sein.
(derstandard.at, 23.02.2026)

Auch grosse Infrastrukturprojekte, darunter Strassenausbauten, wurden im Zusammenhang mit den Spielen in Norditalien lanciert. Die Kosten sind von 1,5 auf 5,7 Milliarden Euro gestiegen. Zahlreiche Projekte wurden laut CIPRA, der Internationalen Alpenschutzkommission, ohne Umweltverträglichkeitsprüfung vorangetrieben, «trotz Verpflichtungen zur Nachhaltigkeit und dem Versprechen, keine Belastung für die öffentlichen Finanzen darzustellen».
(swissinfo.ch, 17.02.2026)

www.swissinfo.ch/ger/klimaanpassung/schmelzen-den-olympischen-winterspielen-die-austragungsorte-weg/90949739 (de, en, it)
«Gute Strategie, schlechte Umsetzung: Die Olympischen Winterspiele 2026 drohen erneut zu einem finanziellen und ökologischen Fiasko zu werden.»
(Jakob Dietachmair, Geschäftsleiter von CIPRA International im Interview mit Rai Südtirol, 09.02.2026)
Im März 2023 wurde die alte Bahn abgerissen, um Platz für den 1749 Meter langen Neubau zu machen. Umweltschützer monieren, dass für den Bau der Bobbahn zahlreiche Bäume gefällt werden mussten. Die Betonröhre sei buchstäblich in die Landschaft geklotzt worden, schreibt die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA, eine NGO, die sich für die nachhaltige Nutzung der Alpen einsetzt.
(Wirtschaftswoche, 03.02.2026)

Wintersport um jeden Preis? Perfekter Pulverschnee pünktlich zu den Winterferien oder zu den Olympischen Winterspielen? Darauf ist in Zeiten der Erderwärmung längst kein Verlass mehr.
(ARTE TV, 29.01.2026, TV-Bericht mit Lauren Mosdale, CO-Geschäftsleiterin von CIPRA Frankreich)

Besonders deutlich äussert sich die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA, die den Spielen intransparente
Entscheidungsprozesse und unnötige Großprojekte in sensiblen Alpenregionen vorwirft. «Möglichst viel Beton und Stahl verbauen: Das scheint die Nachhaltigkeitsstrategie der Olympischen Winterspiele in den italienischen Alpen zu sein», heisst es in einem Beitrag, der unmittelbar vor der Eröffnung erschienen ist. «Betroffen sind vor allem Berggemeinden.»
(Tagesspiegel, 09.02.2026)

«Eine ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse kann für Steuerzahlende nur zu einem negativen Ergebnis kommen,» schreibt die CIPRA in ihrer Stellungnahme vom 10.12.2025 zu Olympia, «es gibt keine einzige fundierte Studie, die belegt, dass Olympische Spiele in einer Alpenregion einen positiven, langfristigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung geleistet haben. Was sie am häufigsten bewirken, sind Verschuldung sowie Druck auf die Lebenshaltungskosten und auf den Wohnungsmarkt.»
(Salto.bz, 19.12.2025)

https://salto.bz/de/article/19122025/strassenbau-unter-olympischem-vorzeichen (de)
„Dochází k různým rozšiřováním stávajících sportovišť a dokonce i k novým stavbám,“ uvedl Schuler.
(Info.cz, 09.02.2026)
www.info.cz/zpravodajstvi-a-komentare/udrzitelna-olympiada-italie-naklady-protesty (cz)
«Turijn zit al jaren de schulden en de belastingen voor de inwoners van Turijn waren erg hoog om de investeringen voor de Spelen van 2006 te bekostigen.»
(Francesco Pastorelli, Managing Director of CIPRA Italy in an Interview with RTL TV Netherlands, 06.02.2026)

«Wir sind von Spielen ohne Kosten zu Spielen mit sechs Milliarden Kosten übergegangen. Wahrscheinlich ist Milano-Cortina nachhaltiger als Peking vor vier Jahren, aber wir hätten trotzdem besser sein können.»
Fabio Tullio, CIPRA Italia (ZDF Sportstudio, 20.02.2026)
«Wir unterliegen hier einer klug gemachten, gut inszenierten Täuschung: Auf der einen Seite haben wir die Faszination um den Traum für die Athletinnen und Athleten. Wir haben die packenden Erlebnisse für die Fans und die Freiwilligen, und dahinter ist eine eiskalt durchkalkulierte Maschinerie.»
Kaspar Schuler, ehem. Geschäftsleiter von CIPRA International (in der TV-Doku «Felix Neureuther - Olympia im Wandel?», ARD, 30.1.2026)

www.ardmediathek.de/film/felix-neureuther-olympia-im-wandel/ (de), www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/wie-nachhaltig-sind-die-olympischen-winterspiele-2026-wirklich,VA9tzsA (de)
Solche Spiele könnten fast nicht nachhaltig ausgerichtet werden, weil sie eine Spitzenbelastung aller Infrastrukturen bedeuteten, sagt Kaspar Schuler, ehemaliger Geschäftsleiter von Cipra International zum Schutz des Alpenraums.
(SRF, 13.01.2026)

Nach zwei Jahrzehnten auf anderen Kontinenten kehren die Olympischen Spiele 2026 mit dem Bekenntnis «nachhaltiger Spiele» in die Alpen zurück – ein Versprechen, das bereits im Vorfeld mehrfach gebrochen wurde. Die CIPRA fordert in ihrem neuen Positionspapier umfassende Reformen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und den Gastgeberländern.
(Die Neue Südtiroler Tageszeitung, 11.12.2025)
„Die Winterspiele haben nicht nicht begonnen, aber schon jetzt ist klar, dass sie Peking 2022 den Rang der unnachhaltigsten Spiele ablaufen könnten. Alle Austragungsorte müssen zu 100% künstlich beschneit werden, weil es keinen Naturschnee gibt. Doch nun fehlt auch das Wasser für die Beschneiung. Das wird von den Organisatoren aber schlichtweg ignoriert. Sie gehen mit der Ressource Wasser um, als wäre es ihr Eigentum und nicht Gemeingut“ sagt Hanspeter Staffler, Geschäftsführer des Dachverbands für Natur und Umwelt / CIPRA Südtirol.
(Die neue Südtiroler Tageszeitung, 17.01.2026)

https://www.tageszeitung.it/2026/01/17/die-unnachhaltigsten-spiele/ (de)
»Alpe so občutljivo naravno in kulturno okolje, ki v svoji sedanji obliki ni primerno za zimske olimpijske igre,« v svojem novem stališču piše CIPRA.

Po dveh desetletjih na drugih celinah se olimpijske igre 2026
vračajo v Alpe z zavezo k trajnostnim igram. Ta obljuba Moka je bila večkrat prelomljena, so zapisali pri nevladni organizaciji Cipra.
(sta.si, 10.12.2025)
www.sta.si/3498120/organizacija-cipra-poziva-mok-k-reformam-glede-trajnosti (sl)
Lukuisat ympäristöjärjestöt ovat kuitenkin kritisoineet olympialaisten riippuvuutta tekolumesta. Jakob Dietachmairin mukaan lumen tekemiseen menee valtavia määriä vettä ja energiaa.
(TV Finland, yle.tv, 06.02.2026)

Alueella asuu paljon ihmisiä, joita ei ole otettu päätöksissä huomioon ja jotka eivät hyödy tästä. He kaipaisivat sen sijaan esimerkiksi kohtuuhintaisia asuntoja, jotta voisivat asua paikkakunnalla jatkossakin, sanoo Fabio Tullio.
(TV Finland, yle.tv, 14.02.2026)
«Mailand Cortina 2026 verdeutlicht die große Kluft zwischen Anspruch und Realität bei Olympischen Winterspielen. Statt nachhaltiger Entwicklung profitiert nur die Bauindustrie auf Kosten der Menschen, der Umwelt und der Natur vor Ort. Denn die Alpen sind ein sensibler Lebensraum und kein Spielplatz für kurzfristige Interessen», meint Jakob Dietachmair, Geschäftsleiter von CIPRA International.
(Dolomitenstadt, 04.02.2026)

Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 sollten nachhaltig werden, doch schon jetzt zeigt sich, dass ein Desaster für die Dolomiten droht. Neue Kunstschneeanlagen werden aufgestellt und Straßen ausgebaut. In Cortina tobt die Debatte um den Neubau einer Bobbahn. Fünf Milliarden Euro könnten für die Olympischen Winterspiele 2026 investiert werden.
(Radio Ö1, 31.01.2026)

«Olympische Winterspiele sind Greenwashing, denn wenn sie innerhalb kürzester Zeit einen extremen Besucherandrang managen wollen, sind sie gezwungen, die Infrastruktur auf einen für Jahrzehnte einmaligen Peak hochzujubeln. Und das ist nicht nachhaltig.»
(Interview mit Kaspar Schuler, ehem. Geschäftsleiter von CIPRA International, GMX.DE/WEB.DE, 28.11.2025)

« Ce devait être des JO à coût zéro, mais finalement la plupart des infrastructures ont été démolies et reconstruites en consommant de nouvelles surfaces de sol, en particulier pour toutes les infrastructures collatérales comme les parkings ou les routes », résume Fabio Tullio.
(Mediapart.fr, 26.02.2026)

« Il faudrait ancrer la transparence financière des JO et que les populations locales soient parties prenantes, que ce soit non négociable, déclare Lauren Mosdale, de Cipra France. Cela garantirait aussi l’héritage des JO, pour ne pas avoir un régime exceptionnel qui va consommer les ressources locales et une bonne partie des impôts. »
(ouest-france.fr, 09.02.2026)
Les JO d'hiver de Milan-Cortina devraient générer
930 000 tonnes d'équivalent CO2.
(lalibre.be, 08.02.2026)

Reconnu pour être l’une des problématiques écologiques majeures des grands évènements, la mobilité n’échappe pas aux controverses. «C’est vraiment le gros point noir de ces Jeux», juge Lauren Mosdale, de Cipra France. Dans un rapport publié en janvier 2026, les ONG Scientists for global responsibility et New weather institute estiment que le transport des spectateur·ices représentera 44% des émissions carbone des JO 2026.
(vert.eco, 06.02.2026)

Berichte in anderen Sprachen:
In-depth studies to fully understand the impact of this and other infrastructure on the region's ecology and biodiversity have not been done. In fact, publicly available documents show that no full environmental assessment was conducted for over 60 per cent of the some 98 projects approved for the Games.
(National Public Radio, 05.02.2026)

«These games will use some 2,4 million cubic metres of artificial snow. That requires energy and a lot of water. Water, that is taken from alpine springs and rivers nearby.»
(Fabio Tullio from CIPRA Italia in a radio report by National Public Radio, 06.02.2026)

“A poche settimane dalla cerimonia di inaugurazione non solo manca ancora il collaudo dell’impianto, ma anche i lavori di completamento della stazione di partenza e quella intermedia sono in ritardo”
(La Repubblica, 12.1.2026)
Chiunque può fare la sua parte anche semplicemente rimanendo informato o informata sfruttando il lavoro che realtà come POW (ma anche CIPRA per fare un altro esempio) svolgono. L’obiettivo sono Olimpiadi rispettose del futuro a cominciare da quello di chi vive le terre alte. Perché la vita di chi abita la montagna non ha una cerimonia di chiusura.
(fattidimontagna.it, 20.02.2026, Podcast mit Sofia Farina, ehem. CIPRA-Vorstandsmitglied)

"È la campagna Open Olympics 2026. Ciò che è oggi conoscibile e accessibile in termini di dati su questi Giochi (pur non essendo tutto ciò che sarebbe stato necessario), è il risultato diretto di tale azione."
(Valigia Blu, 05.02.2025)

www.valigiablu.it/milano-cortina-2026-costi-appalti-olimpiadi/ (it)
"98 litri d’acqua al secondo per garantire piste perfette ai Giochi di Milano-Cortina 2026". La posizione di Cipra sulla sostenibilità dell'evento"
(Il Dolomiti, 20.01.2026)
“La sfida dopo le medaglie sarà capire che fine faranno i progetti incompiuti, circa il 49%, molti dei quali considerati eredità da lasciare a chi quei in quei territori ha scelto di viverci.”
(La Repubblica, 05.02.2026)
Interview mit Vanda Bonardo (Präsidentin von CIPRA Italien) für eine Zeitung aus Kyoto, Japan.
(Kyoto Newspaper, 17.02.2026)






