Politische Positionen

Bottleneck-Kampagne der EU - 15 Engpassanalysen der CIPRA
Bottleneck-Kampagne der EU - 15 Engpassanalysen der CIPRA
Die europäische Kommission hat die so genannte "Bottleneck-Kampagne" lanciert, die Hindernisse beschreiben und abbauen soll, welche einem reibungslosen Ablauf der Güterverkehrskette in Europa im Weg stehen. Beteiligte und Interessierte sind aufgefordert, administrative, operationelle und legislative Engpässe in der Güterverkehrslogistik mitzuteilen und Lösungen vorzuschlagen. Dadurch soll eine optimale Nutzung der bestehenden Kapazitäten ermöglicht und damit Kosten gesenkt und der Umweltschutz erhöht werden. Die Bottleneck-Kampagne ist Teil des "Aktionsplans Logistik" der EU, der zwar einerseits viele Möglichkeiten enthält, um mehr Nachhaltigkeit in den Transport zu bringen und die Verkehrsbelastungen in den Alpen zu reduzieren, andererseits aber auch den Eindruck erweckt, dass es v.a. darum geht, durch die Verbesserung des Verkehrsflusses das weitere Verkehrswachstum möglich zu machen und zu managen. Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA hat die Möglichkeit, sich zu beteiligen, genutzt und 15 Engpassanalysen mit Vorschlägen für Gegenmassnahmen eingegeben. Sie fordert z.B. bauliche und technische Verbesserungen im Bahnnetz, dezentrale Güterterminals für die Verlagerung von Transporten auf die Schiene, Massnahmen der Verkehrsregelung zur Einhaltung von Schadstoff- und Lärmgrenzwerten und die Nutzung von Potenzialen zur Einsparung von CO2.
Stellungnahme zur Territorialen Agenda der Europäischen Union (Entwurf vom 8. Januar 2007)
Die RaumordnungsministerInnen der EU wollen am 25. Mai 2007 eine Territoriale Agenda verabschieden, die einen Rahmen für die zukünftige räumliche Entwicklung Europas bilden soll. Damit will die EU die Zusammenarbeit im Bereich Raumordnung stärken, wie im Entwurf der EU-Verfassung vorgesehen. In ihrer Stellungnahme zum vorliegenden Entwurf kritisiert die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA, dass Raumordnung in erster Linie als vorbereitendes Instrument zur Wirtschaftsförderung verstanden werde und ökologische und soziale Ziele zu kurz kommen. Wenn, wie im Entwurf vorgesehen, vor allem Metropolregionen und Städte gestärkt und Hauptverkehrsachsen (Transeuropäische Netze) ausgebaut werden sollen, werden sich nach Ansicht der CIPRA die Disparitäten zwischen ländlichem Raum und Metropolregionen weiter verstärken. Die CIPRA setzt sich daher für eine Stärkung des ländlichen Raums durch die In-Wert-Setzung endogener Potenziale und einer Förderung von Stadt-Umland-Kooperationen sowie dem Aufbau stabiler Partnerschaften europäischer Regionen ein. Vielfach könnten moderne Mobilitätsdienstleistungen die Erreichbarkeit effektiver und wesentlich umweltverträglicher erfüllen als der Ausbau von Infrastruktur.
Schaaner Memorandum zur Zukunft in den Alpen
Schaaner Memorandum zur Zukunft in den Alpen
Die Zukunft gehört denen, die sie mitgestalten. In den Alpen arbeiten ungezählte Initiativen mit abertausenden AktivistInnen als Zukunftsmacher. Doch wissen viele von ihnen nicht, dass irgendwo Menschen an exakt den gleichen Problemen arbeiten wie sie. An dieser Stelle setzt das Projekt "Zukunft in den Alpen" der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA an. Es geht darum, alpenweit Erfahrungswissen zu sammeln, zu ordnen und jenen zur Verfügung zu stellen, die dieses Wissen benötigen. Das Projekt besteht aus einer Phase des Sammelns von Wissen und guten Projekten, genannt alpKnowhow, einer Phase des Aufbereitens und Vermittelns dieses Wissens - alpService - sowie einem Umsetzungsteil, alpPerformance. Die CIPRA ist aber keine Forschungsstelle und auch kein Bildungsinstitut, sondern eine Nichtregierungsorganisation. Für sie stellt sich deshalb die Frage, was die Resultate aus "alpKnow-how" politisch bedeuten und welche Forderungen aus diesen Ergebnissen abgeleitet werden können. Um darauf zu antworten, haben sich am 8./9. Dezember 2006 CIPRA-VertreterInnen aus sieben Staaten in Schaan/Liechtenstien zusammengefunden. Die Forderungen und politischen Schlussfolgerungen zu allen Themen sind im vorliegenden "Schaaner Memorandum zur Zukunft in den Alpen" formuliert.

News aus der Alpenpolitik

Mehr als nur Tourismus fördern
Mehr als nur Tourismus fördern
Bergregionen im Klimawandel: Dieser Herausforderung will Frankreichs Regierung mit einem Tourismus-Förderprogramm begegnen. Handwerk, Landwirtschaft oder Kultur sollten auch berücksichtigt werden, fordert CIPRA Frankreich gemeinsam mit weiteren Verbänden.
Die Gestalterin
Die Gestalterin
Alenka Smerkolj wuchs im sozialistisch geprägten Jugoslawien auf. Nach ihrer internationalen Karriere im Wirtschaftsleben gestaltete sie Sloweniens langfristige Entwicklungsstrategie und die Agenda 2030 mit. Nun verfolgt sie die Nachhaltigkeitsziele alpenweit als Generalsekretärin der Alpenkonvention.
Deutschland: Umkehr im Güterverkehr gefordert
Deutschland: Umkehr im Güterverkehr gefordert
Mit seiner Güterverkehrspolitik schade Deutschland aktuell gleich zweifach der Umwelt, bemängelt CIPRA Deutschland. Auf Betreiben des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer führt Deutschland eine Abwrackprämie für Lastwagen ein und blockiert gleichzeitig ein neues europäisches Lastwagen-Mautsystem.
Schweiz lehnt Jagdgesetz ab
Schweiz lehnt Jagdgesetz ab
Stadt-Land-Graben wegen Wölfen in der Schweiz: Ein Jagdgesetz, das den vorsorglichen Abschuss von Wölfen ermöglicht hätte, wurde von der Schweizer Bevölkerung abgelehnt.

Standpunkte der CIPRA

Standpunkt der CIPRA: Alpenwoche 2012: Beiträge gesucht
Standpunkt der CIPRA: Alpenwoche 2012: Beiträge gesucht
Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft treffen sich bei der Alpenwoche 2012 im September. Fachliche und kulturelle Beiträge für diese Veranstaltung können bis zum 15. Februar eingereicht werden.
Standpunkt Wald