Politische Positionen

Resolution zur Rolle der lokalen Regierung und Verwaltung in der Nachhaltigen Entwicklung
Resolution zur Rolle der lokalen Regierung und Verwaltung in der Nachhaltigen Entwicklung
VertreterInnen der Berggebiete Zentralasiens, des Kaukasus, der Karpaten, der Alpen, des Altai und der Mongolei verabschiedeten 2005 an einer Konferenz zur "Rolle der lokalen Regierungen und Verwaltungen in der nachhaltigen Entwicklung" eine Resolution mit Empfehlungen an AkteurInnen der Berggebietsentwicklung. Darin fordern sie einen Austausch von positiven Erfahrungen zwischen verschiedenen Bergregionen, Bildung im Bereich nachhaltige Entwicklung als Bedingung für aktive Partizipation sowie Forschung und Transfer von Technologien und Ansätzen. Konkrete Empfehlungen werden in den Bereichen Dezentralisierung und verlässliche Dialogstrukturen als Basis für nachhaltige Entwicklung, nachhaltige ökonomische Entwicklung und Rolle der lokalen Selbstverwaltung im Management natürlicher Ressourcen gemacht. Weiter wird die Wichtigkeit von Information und die Rolle der Frauen in der nachhaltigen Entwicklung betont. Schliesslich werden Bedingungen für die Wirksamkeit von Allianzen und Konventionen genannt.
CIPRA-Resolution: Die Verantwortung der Alpenstädte für die Zukunft der Alpen
CIPRA-Resolution: Die Verantwortung der Alpenstädte für die Zukunft der Alpen
Zwei Drittel der Bevölkerung der Alpen leben in Städten und Agglomerationen. Die Alpenstädte bilden den wichtigsten Motor der ökonomischen und soziokulturellen Entwicklung im Alpenraum. Doch obwohl die Alpenstädte für die zukünftige Entwicklung der Alpen eine wichtige Rolle spielen werden, kommen die Aufgaben und die Verantwortung der Städte für die gesamten Alpen in der Alpendiskussion, speziell im Rahmen der Alpenkonvention, zu kurz. Vor diesem Hintergrund fordert die CIPRA die Alpenstaaten, Bundesländer, Regionen, Kantone und die weiteren staatlichen und nicht-staatlichen Körperschaften auf, der nachhaltigen Entwicklung der Alpenstädte in ihrer Politik, ihren Strategien und ihren Massnahmen eine erhöhte Priorität einzuräumen.
Alpenkonvention als Chance wahrnehmen
Alpenkonvention als Chance wahrnehmen
Nach über einem Jahrzehnt Alpenkonvention ist in der Alpenbevölkerung eine zunehmende Ungeduld zu erkennen. In der Öffentlichkeit werden v.a. die Gegner wahrgenommen und die Chancen, die die Konvention für die Öffentlichkeit bietet, werden nur sehr zurückhaltend kommuniziert. Die CIPRA International formuliert ihre Besorgnis über diese Situation. Um sie zu verbessern, muss die Verhinderungspolitik einzelner Staaten und die Lethargie der EU überwunden werden und das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention stärker für die Konvention als Instrument der nachhaltigen Entwicklung und der Förderung der Berggebiete werben.

News aus der Alpenpolitik

Alpenstädte: Aktiv für das Klima
Alpenstädte: Aktiv für das Klima
Unter dem Titel «Climate Action in Alpine Towns» setzen neun Alpenstädte Klimamassnahmen in Bezug auf Raumplanung und Bürgerbeteiligung um.
Neue Allianz für europäische Berggebiete
Neue Allianz für europäische Berggebiete
Drei dem Bergsteigen und der Nachhaltigkeit in europäischen Berggebieten verpflichtete Dachorganisationen haben sich Ende November 2021 zur Zusammenarbeit entschlossen: Der Club Arc Alpin (CAA), die European Union of Mountaineering Associations (EUMA) und die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA.
Gebirgsflüsse erhalten und renaturieren
Gebirgsflüsse erhalten und renaturieren
Im französischen Romanche-Tal verschwindet ein hundert Jahre alter Staudamm – insgesamt werden in der Region fünf Staudämme und drei Kraftwerke abgerissen. In der Schweiz erhielten die Wildbäche Beverin und Chamuera dieses Jahr die ersten beiden Auszeichnungen als «Gewässerperle Plus».
Standpunkt: Machen wir gemeinsame Sache für die Jugend im Alpenraum!
Standpunkt: Machen wir gemeinsame Sache für die Jugend im Alpenraum!
Der CIPRA Jugendbeirat, das Jugendparlament der Alpenkonvention, die Arbeitsgruppe Jugend des französischen Alpenkomitees und seit 2021 auch der EUSALP-Jugendbeirat: Sie alle beziehen die Jugend in politische Entscheidungen mit ein. Nun ist es Zeit, den eingeschlagenen Weg gemeinsam anstatt nebeneinander weiter zu beschreiten, meinen Jean Horgues Debat, Präsident von CIPRA Frankreich, und Julika Jarosch, Projektleiterin bei CIPRA Frankreich.

Standpunkte der CIPRA

Standpunkt: Kostenwahrheit für erneuerbare Energien
Standpunkt: Kostenwahrheit für erneuerbare Energien
Im Zuge der Energiewende sollen die Alpen mehr erneuerbare Energie produzieren – oft zu Lasten von Natur und Landschaft. Kosten und Nutzen müssen objektiv gegeneinander abgewogen werden, fordert Aurelia Ullrich-Schneider von CIPRA International.
Standpunkt: Wenn die Alpenkonvention interaktiv wird
Standpunkt: Wenn die Alpenkonvention interaktiv wird
Die Wirksamkeit der Alpenkonvention wird häufig in Frage gestellt. Ein neuer Ansatz könnte helfen, sie als Motor der Kooperation und der nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum neu zu positionieren, meint Claire Simon, Geschäftsführerin von CIPRA International.
Standpunkt: Alpentäler vom Verkehr befreien
Standpunkt: Alpentäler vom Verkehr befreien
Weniger Güterverkehr auf der Strasse, mehr Gütertransport auf der Schiene. Dafür braucht es ein anderes Angebot für Frächter und Unternehmen. Francesco Pastorelli, Geschäftsführer von CIPRA Italien, kennt das richtige Instrument hierfür.