Politische Positionen

Der Erdgipfel von Rio und die Alpenkonvention
Der Erdgipfel von Rio und die Alpenkonvention
Die Alpenkonvention wurde vor der Konferenz von Rio und damit vor dem Aufkommen des Begriffs "Nachhaltigkeit" unterzeichnet. Trotzdem gilt sie zu Recht als bisher umfassendstes Konzept für die nachhaltige Entwicklung einer Grossregion. Die Bilanz der ersten zehn Jahre der Alpenkonvention ist aber ernüchternd. Obwohl die Probleme erkannt und Lösungswege skizziert sind, ist die Umsetzung noch mangelhaft. Die CIPRA International fordert von den Vertragspartnern, dass sie mit konkreten Projekten und finanziellen Mitteln beweisen, dass sie die die nachhaltige Entwicklung ernst nehmen.
Berchtesgadener Erklärung über die regionale Zusammenarbeit in Gebirgsregionen 2002
Berchtesgadener Erklärung über die regionale Zusammenarbeit in Gebirgsregionen 2002
Ende Juni 2002 fand in Berchtesgaden eine Tagung über die internationale Zusammenarbeit zwischen den Bergregionen der Welt statt. Die TeilnehmerInnen der Konferenz präsentieren zehn Grundsätze für regionale Zusammenarbeit. Die Grundsätze unterstreichen die Hauptverantwortung der Regierungen und die Notwendigkeit regionaler Zusammenarbeit für die Sicherstellung einer nachhaltigen und gerechten Bewirtschaftung in Gebirgsregionen. Gleichberechtigung, Dezentralisierung und Beteiligung der Bevölkerung sind Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Massnahmen zum Aufbau von grenzüberschreitenden Partnerschaften und Netzwerken für den Erfahrungsaustausch und die Informationsverbreitung sind von entscheidender Bedeutung, um regionale Zusammenarbeit lebendig werden zu lassen. Die Erklärung ist an Regierungen, die internationale Gemeinschaft, den Privatsektor und NGOs gerichtet.
Verkehrsprotokoll am Ziel - Alpenkonvention harrt der Umsetzung
Verkehrsprotokoll am Ziel - Alpenkonvention harrt der Umsetzung
Nach der Unterzeichnung des Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention an der 6. Alpenkonferenz 2000 fordert die CIPRA International, dass mit der Umsetzung der Alpenkonvention begonnen wird und bis 2002 bestimmte Bedingungen erfüllt werden: So sollen konkret unter Einbezug von Gebietskörperschaften und NGOs länderübergreifende Projekte begonnen und finanzielle Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden. Der ständige Ausschuss der Alpenkonvention soll auf Anliegen und Bedürfnisse der Bergbevölkerung rasch und effizient reagieren. Fehlende Protokolle sollen im Entwurf vorliegen, die unterzeichneten Protokolle ratifiziert sein und von allen Vertragsparteien regelmässig über die Umsetzung informiert werden. Details für das Ständige Sekretariat sollen geklärt, die Institution für die Alpenbeobachtung bezeichnet und die Prioritäten für das Monitoring formuliert sein.

News aus der Alpenpolitik

Standpunkt: Gemeinsam den Verkehrskollaps vermeiden
Standpunkt: Gemeinsam den Verkehrskollaps vermeiden
Für den wachsenden Individual- und Transitverkehr gilt: Regionale oder nationale Sichtweisen führen nicht zu Lösungen. Wir müssen sie gemeinsam finden, denn die Alpen liegen mitten in Europa. Diese geographische Banalität ist zentral für das Verständnis verkehrspolitischer Probleme in den Alpen, um den Verkehrskollaps zu vermeiden, meint Kaspar Schuler, Geschäftsführer von CIPRA International.
Versteckte CO₂-Schleudern
Versteckte CO₂-Schleudern
Viele Massnahmen zum Klimaschutz sind teuer, weswegen sie regelmässig kritisiert und abgelehnt werden. Wie kann es dann sein, dass die Alpenstaaten zugleich Milliarden für umweltschädliche Subventionen ausgeben?
Mailand-Cortina 2026: Nur auf dem Papier nachhaltig
Mailand-Cortina 2026: Nur auf dem Papier nachhaltig
Gute Strategie, schlechte Umsetzung: Die Olympischen Winterspiele drohen 2026 erneut zu einem finanziellen und ökologischen Fiasko zu werden.
Alpenpolitik 2023: Das slowenisch-schweizerische Jahr
Alpenpolitik 2023: Das slowenisch-schweizerische Jahr
Dieses Jahr prägen Slowenien und die Schweiz die internationale Zusammenarbeit der Staaten und Regionen im Alpenraum entscheidend mit: Slowenien übernimmt den Vorsitz der Alpenkonvention, die Schweiz sitzt als erstes Nicht-EU-Land der Eusalp vor.

Standpunkte der CIPRA

Standpunkt: Vertrauen wir auf die Wiederherstellung der Natur!
Standpunkt: Vertrauen wir auf die Wiederherstellung der Natur!
Das «Nature Restoration Law» verpflichtet nun alle EU-Mitgliedsstaaten, zerstörte Natur wieder in einen guten ökologischen Zustand zu bringen und so den Bestand von Bestäubern, natürlichen Ressourcen, sauberer Luft und sauberem Wasser zu sichern. Auch der Alpenraum und dessen Landwirtschaft profitieren davon, meint Serena Arduino, Co-Präsidentin von CIPRA International.
Standpunkt: Gemeinsam den Gesundheitsschatz Alpen retten
Standpunkt: Gemeinsam den Gesundheitsschatz Alpen retten
Sauberes Wasser, klare Luft, grosse Naturvielfalt und unterschiedliche Höhenlagen: Die Alpen bieten alles für ein gesundes Leben. Wir müssen uns verbünden, um diesen einzigartigen Gesundheitsschatz zu erhalten, finden Anna Mehrmann und Maya Mathias von CIPRA International, die das erste Liechtensteiner «ZukunftsForum Alpen» Ende Juni organisiert haben.
Standpunkt: Gemeinsam den Verkehrskollaps vermeiden
Standpunkt: Gemeinsam den Verkehrskollaps vermeiden
Für den wachsenden Individual- und Transitverkehr gilt: Regionale oder nationale Sichtweisen führen nicht zu Lösungen. Wir müssen sie gemeinsam finden, denn die Alpen liegen mitten in Europa. Diese geographische Banalität ist zentral für das Verständnis verkehrspolitischer Probleme in den Alpen, um den Verkehrskollaps zu vermeiden, meint Kaspar Schuler, Geschäftsführer von CIPRA International.