Kreative Wege zur Nachhaltigkeit

Wenn Kunst und Kultur auf Klimaschutz treffen, entsteht kreative Energie: Das Abschlusstreffen des Erasmus+-Projekts CultureAlps am 4. November in Schaan zeigte, wie sich Nachhaltigkeit originell umsetzen lässt – im Museum, auf Baustellen, in Workshops und als Comic.

Energie mit Minicomputern und LED-Lampen sparen, Ausstellungsmaterial mehrfach verwenden, Solarstrom produzieren, grüne Labels einsetzen oder mit alten Baumaterialien renovieren: Beim Abschlusstreffen des Erasmus+-Projekts CultureAlps zeigten Vertreter:innen von CIPRA International, dem Kulturhaus domus aus Liechtenstein, La Foresta aus Italien und der inatura aus Österreich, wie Museen und Kulturhäuser klimafreundlicher werden können. Anschliessend diskutierten die rund 30 Teilnehmenden aus verschiedenen Alpenländern über wirkungsvolle Klimakommunikation und kreative Kulturprojekte. Ihre Gedanken und Emotionen zur Klimakrise setzten sie mit Naturfarben aus Kakao, Kurkuma oder Rotkohl künstlerisch um.

Ein Comic voller Ideen

Nachhaltigkeit lebt davon, das Vorhandene sinnvoll einzusetzen. Toni Büchel vom Kulturhaus domus erzählte: «Bei der Renovation setzten wir primär auf die Wiederverwendung von Bauteilen. Dass fast alle Bauteile in Schaan selbst gefunden werden konnten und das Ergebnis auch ästhetisch absolut überzeugt, unterstreicht das Potential der Bauweise.» Projektleiterin Maja Kogovšek von CIPRA International betonte die Bedeutung von Zusammenarbeit und Offenheit: «Klimaschutz lebt von Kooperation, Kreativität und dem Mut, Neues auszuprobieren.» 

Wie sich invasive Pflanzen auf kunstvolle Weise verarbeiten und nutzen lassen, erfuhren die Teilnehmenden beim Workshop mit der Kunstschule Liechtenstein am zweiten Tag. Aus Neophyten stellten sie handgeschöpftes Papier her. Der kreative Zugang eröffnete neue Perspektiven auf ökologische Herausforderungen und zeigte, wie Kunst sensibilisieren und Lösungen anstossen kann. 

Die Ergebnisse von CultureAlps sind nun in einem Comic festgehalten – kostenlos und auf Englisch verfügbar unter: www.cipra.org/de/culturealps 

Rückfragen sind zu richten an:
Maya Mathias-Seger, Kommunikationsmanagerin CIPRA International, maya.mathias@cipra.org