Klimafitte und gesunde Strassen

Wie lassen sich Strassenräume im Alpenrheintal so gestalten, dass sie zugänglicher, klimagerechter und gesünder sind? Im Projekt «KLuGE Strassen» testen fünf Pilotgemeinden eine neue Bewertungs- und Planungsmethode und liefern erste Erkenntnisse.

Hitzeinseln oder schattige Alleen: Die Gestaltung von Strassenräumen beeinflusst, ob Menschen lieber zu Fuss gehen, Rad fahren, den ÖV nutzen oder mit dem Auto unterwegs sind. Im Projekt «KLuGE Strassen» haben Projektpartner:innen aus der Schweiz, Liechtenstein und Österreich dazu eine neue Methode entwickelt. Damit lassen sich Umwelt- und Gesundheitsaspekte bei geplanten Strassenumbauten stärker berücksichtigen. Naturnahe Grünflächen können nicht nur die klimabedingten Folgen wie Hitze oder Starkregenfälle abfedern, sondern auch die Luftqualität verbessern und Raum für Bewegung und Erholung bieten. Eine faire Gestaltung von Strassenräumen bezieht die Bedürfnisse aller ein – von Kindern über mobilitätseingeschränkte Personen bis zu Radfahrenden. 

Tiefbau, Umwelt und soziale Perspektiven

Die Gemeinden Hohenems und Feldkirch/A, Diepoldsau und Buchs/CH sowie Triesen/LI testen die neue Methode. Den ersten Praxiserfahrungen zufolge dient das Werkzeug als strukturierte Gedankenstütze und Diskussionsgrundlage. Es hilft, Umwelt- und Gesundheitsthemen frühzeitig zu berücksichtigen. Kleinere Gemeinden können sich daran orientieren und Ziele für Planer:innen formulieren, grössere Städte nutzen es vor allem zur Priorisierung und Argumentation. Entscheidend ist die Vielfalt der Beteiligten. Neben Fachstellen wie Tiefbau oder Umwelt braucht es auch den Einbezug von sozialen Perspektiven. Die Rückmeldungen aus den Pilotgemeinden fliessen nun in die Weiterentwicklung der Methode ein. Im Herbst soll diese öffentlich zur Verfügung stehen.

«KluGE Strassen» ist Teil des Interreg Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein Programms und von der Europäischen Union, dem Land Liechtenstein und dem Kanton St. Gallen kofinanziert.

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