Renaturierung grenzüberschreitend voranbringen
Ein Workshop der Alpenkonvention hat konkrete Schritte für grenzüberschreitende Renaturierung angestossen. Ziel ist es, gemeinsame Prioritäten über nationale Grenzen hinweg zu definieren.
Im September 2025 fand ein Workshop zur Wiederherstellung der Natur im Alpenraum statt, organisiert vom deutschen Bundesamt für Naturschutz (BfN) für das Alpine Biodiversity Board (ABB) der Alpenkonvention. Dabei wurde ein Text zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für nationale Wiederherstellungspläne erarbeitet, der von den Mitgliedstaaten angepasst werden kann, die zur Renaturierung verpflichtet sind. Dank des Engagements zahlreicher Akteur:innen,wie der CIPRA und dem Sekretariat der Alpenkonvention, die an der öffentlichen Konsultation der EU teilgenommen haben, wurde ein entsprechendes Feld zur transnationalen Kooperation in das einheitliche Format der EU-Renaturierungspläne aufgenommen. Für die Alpenkonvention und die CIPRA ist es essenziell, Renaturierung aus alpenweiter Perspektive zu betrachten. Auch Nicht-EU-Staaten wie die Schweiz spielen ebenfalls eine Rolle und werden einbezogen: Im Workshop wurden konkrete geografische Räume vorgeschlagen, darunter grenzüberschreitende Flussökosysteme wie die Ticino-Landschaft zwischen der Schweiz und Italien, wo die CIPRA im Rahmen ihres Programms zur Förderung der Klimaverantwortung aktiv zur Wiederherstellung beiträgt. «Die Renaturierung im Alpenraum braucht mehr als nationale Anstrengungen – sie erfordert echte grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Nur gemeinsam können wir die Widerstandsfähigkeit und biologische Vielfalt dieser einzigartigen Bergregion langfristig sichern», sagt Serena Arduino, Vizepräsidentin von CIPRA International.
Weiterführende Informationen: https://www.ecologic.eu/20198 (de,en)
Die Ergebnisse des Workshops sind hier als Download verfügbar (en)