Wenn Forschung der Biodiversität hilft
Naturvielfalt alpenweit erforschen und stärken: Mit diesem Ziel brachte das Interreg-Projekt AlpsLife im Sommer 2025 Wissenschaft, Praxis und Politik zusammen – im Schweizerischen Nationalpark und beim Treffen des Alpinen Biodiversitätsbeirats der Alpenkonvention in Liechtenstein.
Sie wollen die alpine Biodiversität grenzüberschreitend stärken: Mitte Juni 2025 trafen sich die Projektpartner:innen von AlpsLife im Schweizerischen Nationalpark in Zernez. Zwei Tage lang präsentierten sie ihre Fortschritte, tauschten sich in Workshops aus und diskutierten gemeinsam nächste Schritte. Ihr Ziel: Die Projektergebnisse sollen nicht nur Wissen generieren, sondern auch als Grundlage für politische Entscheidungen dienen. Höhepunkt war eine Exkursion in den Nationalpark, bei der das Nationalparkteam Methoden zur dauerhaften Beobachtung und Messung (Monitoring) der Naturvielfalt vorstellte. Solche Einblicke in die Praxis stärken den Austausch zwischen alpinen Schutzgebieten und tragen dazu bei, Monitoring-Ansätze langfristig über die gesamte Alpenregion gut abzustimmen.
Nur wenige Wochen später war AlpsLife auch auf politischer Ebene präsent: Beim Treffen des Alpinen Biodiversitätsbeirats (ABB) der Alpenkonvention Anfang Juli 2025 in Ruggell (FL) präsentierte die CIPRA Zwischenergebnisse des Projekts. Im Dialog mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Politik diskutierte das Projektteam, wie AlpsLife die Arbeit des ABB stärken kann – und wie umgekehrt die politischen Strukturen zur Umsetzung der Projektergebnisse beitragen können. Eine Exkursion ins Torfgebiet «Ruggeller Riet» verdeutlichte, wie eng Schutzgebiete, Monitoring und politische Steuerung zusammenhängen. So ist etwa das Rugeller Riet ein neu ausgewiesenes Schutzgebiet Liechtensteins im internationalen Smaragd-Netzwerk (Emerald Network).
AlpsLife steht noch am Anfang – doch die Weichen sind gestellt: «Die enge Zusammenarbeit im Konsortium und der gute Austausch mit politischen Gremien schaffen eine starke Basis um die alpine Biodiversität gemeinsam, langfristig, koordiniert und wirkungsvoll zu schützen», sagt Projektleiterin Hanna Öllös.
Aktuelle Projekteinblicke auf der LinkedIn-Seite von AlpsLife.
