Meldungen
Kies im Fluss, Zement in den Köpfen
Der letzte grosse unverbaute Alpenfluss ist in Gefahr Der Tagliamento in Friaul-Julisch-Venetien dient Flora und Fauna als Korridor vom Alpenraum zum Mittelmeer. Doch seine Zukunft ist bedroht: An seinem Mittellauf sollen drei riesige Rückhaltebecken gebaut werden. Nicoletta Toniutti vom WWF Italien kämpft seit Jahren gegen diese Vorhaben. Erfolgreich - bis jetzt.
140 Millionen Euro für Österreichs Fliessgewässer
Österreichs Umweltminister Niki Berlakovich bekräftige letzte Woche, 140 Millionen Euro in die ökologische Aufwertung von Fliessgewässern investieren zu wollen.
Zusammenschluss für den Tiroler Inn
Am Tiroler Inn bei Telfs/A planen die Innsbrucker Kommunalbetriebe ein Laufkraftwerk. Dieses tangiert einen ökologisch sensiblen Gewässerabschnitt im Sonderschutzgebiet "Mieminger und Rietzer Innauen".
Staudammprojekt im Piemont stösst auf Widerstand
Bei den insgesamt sechs grossen Damm-Projekten in den Piemontesischen Alpen sorgt vor allem der geplante Staudamm in Val Sessera/I für Unmut bei den örtlichen Körperschaften.
Streit um das "öffentliche Gut" Wasser in Salzburg
Das Bundesland Salzburg/A betritt juristisches Neuland und geht in der so genannten Causa Tennengebirge in Revision.
Publikation: Sozialverträgliche Flussrevitalisierung
Der neue Schweizerische Leitfaden Sozialverträgliche Flussrevitalisierung basiert auf Erkenntnissen einer vierjährigen Forschungsstudie im Rhone-Thur Projekt. Auf welche Weise ist die Bevölkerung von Flussrevitalisierungen betroffen?
Mehr Leben für den Alpenrhein
Der diesjährige Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz ist ausnahmsweise einem einzigen Thema gewidmet, nämlich der Wiederbelebung des Alpenrheins und seiner Zubringer.
Legt der Klimawandel die Alpen trocken?
Der Alpenbogen wird seiner Rolle als Wasserschloss für Mitteleuropa auch in Zukunft gerecht. Jedoch nicht ohne Einschränkungen, wie eine aktuelle Untersuchung einer 20-köpfigen Expertengruppe im Auftrag der Europäischen Umweltagentur EEA prognostiziert.
Frühwarnsystem für Wasserknappheit in den Alpen
Der Startschuss für das länderübergreifende Projekt "ALP-WATER-SCARCE: Wasser Management Strategien gegen Wasserknappheit in den Alpen" im Rahmen des INTERREG Alpine Space Programms ist Mitte Oktober in Annecy/F gefallen.
Französische Umweltcharta: Rechtsverbindlichkeit bestätigt
Das Oberste Französische Verwaltungsgericht annullierte mit einem Verweis auf die Umweltcharta einen Erlass, der den Schutz von Bergseen herabgestuft hätte. Somit wurde von oberster Instanz klargestellt, dass die Umweltcharta rechtsverbindlich ist.
Neueste Ausgabe der "Revue de Géographie Alpine"
Die neueste Publikation der zweisprachigen Reihe "Revue de Géographie Alpine/Journal of Alpine Research" enthält vier aktuelle Fachartikel zu unterschiedlichen Themen.
Bildband über alpine Flusslandschaften
Ein neuer Bildband beschäftigt sich mit den Flusslandschaften in den Alpen und Mitteleuropa. Welche Quelltypen gibt es? Wie funktionieren Gletscher? Welche Wechselwirkungen von Fliessgewässern und Landschaft gibt es?
Wasservorkommen im Himalaya sind bedroht
Die Klimaveränderung gefährdet die Wasserreserven Ostasiens. Schätzungsweise 50 Prozent des Wassers aus dem Himalaya stammen aus Gletschern, Permafrostböden und der Schneeschmelze.
GIS-gestützte Identifikation potentieller Kraftwerkstandorte
Der diesjährigen Swiss Mountain Water Award des Netzwerks Wasser im Berggebiet ging an ein Projekt, das mit Hilfe Geographischer Informationssysteme (GIS), potentielle Standorte für Kleinwasserkraftwerke in der Schweiz ermittelt.
Tropenhaus dank Bergwasser
Das 20 Grad warme Bergwasser aus dem Lötschberg-Basistunnel soll im geplanten Tropenhaus in Frutigen/CH beim Nordportal des Bahntunnels für die Produktion von Fischen und tropischen Früchten und zur Beheizung des Betriebsgebäudes genutzt werden.
PCB in Fischen: Fangverbot in französischen Alpenseen
Seit 2. April besteht auf den Seen von Annecy und Bourget sowie im französischen Teil des Genfer Sees ein Fischfangverbot für Saiblinge. Grund dafür ist der in den Fischen nachgewiesene PCB-Gehalt, der die festgelegte europäische Norm um das 1,5 bis 4fache übersteigt.
Neue Publikation zu Staudämmen im Gebirge
Die neue März-Ausgabe des zweisprachigen Magazins "La revue de géographie alpine" / "Journal of alpine research" beschäftigt sich mit Staudämmen und neuen Herausforderungen im Gebirge.
Auszeichnung für nachhaltige Projekte im Wassermanagement
Die Swiss Re, eine der grössten Rückversicherungsgesellschaften, hat auch dieses Jahr wieder den "ReSource Award" ausgeschrieben.
Neue Publikation zu Wasserschutzbauten
Die Publikation Wasserschutzbauten gibt mittels vieler historischer wie aktueller Fotos sowie Texten einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten der Wildbachverbauung in Südtirol/I.
Swiss Mountain Award 2008
Zum vierten Mal in Folge wird dieses Jahr der Swiss Mountain Award von der Regierungskonferenz der Gebirgskantone verliehen. Seit 2004 werden damit innovative und umsetzungsorientierte Wasserprojekte, welche zur Verbesserung der Wertschöpfung im Schweizer Berggebiet beitragen, ausgezeichnet.
Ökonomische und ökologische Auswirkungen der Beschneiung
Eine neue Studie der Schweizerischen Forschungsanstalt WSL zeigt Auswirkungen der technischen Beschneiung auf Regionalwirtschaft, Ressourcenverbrauch und Umwelt. Als Untersuchungsgebiete für die Studie dienten die drei Schweizer Wintersportorte Davos, Scuol und Braunwald.
Demonstration für das Allgemeingut Wasser
Unter dem Slogan "Das Wasser ist ein Recht und keine Ware" haben sich in Rom am vergangenen 1.Dezember mehrere Tausend Menschen versammelt, um zu bekräftigen, dass Wasser ein allgemeines Gut ist, und um ein Gesetz für den Schutz, die Planung und die öffentliche Verwaltung des Wassers zu verlangen.
Revitalisierung der Walliser Flüsse
Am 8.11.2007 hat sich der Grosse Rat des Kantons Wallis/CH für die Einführung eines Revitalisierungsfonds für Fliessgewässer ausgesprochen. Mithilfe finanzieller Mittel aus dem Fonds soll es künftig im Wallis wieder mehr naturnahe Gewässer geben.
Swiss Mountain Water Award verliehen
Das Kompetenznetzwerk Wasser im Berggebiet hat anlässlich der dritten Jahresveranstaltung in Visp/CH den mit 50.000 Franken dotierten "Swiss Mountain Water Award 2007" verliehen.
Neues Massnahmenpaket für den Tiroler Inn
Das österreichische Lebensministerium, das Land Tirol und der WWF Österreich haben am 21. August konkrete Massnahmen vorgestellt, die den grössten Fluss Tirols lebendiger und zugleich sicherer machen sollen.
Gemeinsames Management der Wasserressourcen in der Savoie
Nicht nur die Situation des italienischen Flusses Po ist besorgniserregend (siehe auch alpmedia 19.07.2007, Nr. 14/2007), sondern auch der Zustand der Wasserressourcen im französischen Maurienne-Tal und im Herstellungsgebiet des Beaufort-Käses.
Kritischer Pegelstand am Po
Der grösste Fluss Italiens, der von einer Vielzahl der Fliessgewässer der Alpensüdseite gespeist wird, droht auszutrocknen. In den letzten Jahren hat sich die durchschnittliche Wasserführung des Po deutlich verringert.
Alpen-Regionen für Schutz der Wasserreserven
Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE Alp), zu der zehn Mitgliedsländer und -kantone gehören, befasste sich bei ihrem jüngsten Treffen in Bregenz/A mit dringlichen Aufgaben im Alpenraum. Dabei wurden mehrere Resolutionen verabschiedet, etwa zum Schutz der Wasserressourcen.
Internationale Kooperation für Entwicklungskonzept Alpenrhein
Die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes Alpenrhein (EKA) soll in enger Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Internationalen Rheinregulierung (IRR) erfolgen.
Gewässerschutz in Slowenien mit Unterstützung aus Bayern
In der slowenischen Hauptstadt wurde kürzlich ein "Memorandum of Understanding" gemäss der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zwischen dem slowenischen und dem bayerischen Umweltsekretär unterzeichnet.