Meldungen
Vom Iglu zum Passivhaus - Erst billiges Öl machte traditionelles Wissen über Wärmedämmung vergessen
Seit je her versucht der Mensch Wärmeverluste bei Gebäuden zu minimieren, sei es bei einem Iglu oder einem Bauernhaus in den Alpen. Tradtionelles Wissen in Kombination mit neuen Entwicklungen ermöglichte bereits Anfang der 90er Jahre den Bau erster Passivhäuser. Hier reichen an den kältesten Tagen im Jahr zehn Teelichter aus, um ein 30 Quadratmeter grosses Zimmer behaglich warm zu halten.
Frankreich: Erneuerbare Energien nicht um jeden Preis
Das Amtsgericht in Lyon/F hat Neuland beschritten und eine Baubewilligung für einen Windpark annulliert. Grund für diesen Entscheid ist die negative Auswirkung auf das Landschaftsbild.
Die Natur der Energie - die Energie der Natur
Am 19. Februar 2009 findet in Basel/CH der NATUR Kongress 4/09 statt, der dieses Jahr unter dem Motto "Die Natur der Energie - die Energie der Natur" steht.
Neue und alte Wege der Stromproduktion
Der Schweizer Stromproduzent Rätia Energie will sich am Bau eines Steinkohlekraftwerks im deutschen Brunsbüttel beteiligen. Rätia Energie begründet ihr Handeln damit, dass nicht 100 Prozent des Strombedarfs mit erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden können.
Solarthermisches Kraftwerk in den französischen Hautes-Alpes
Die Energiegesellschaften Dalkia und Solar Euromed haben sich zusammengeschlossen und wollen das erste Sonnenwärmekraftwerk, auch solarthermisches Kraftwerk genannt, in Frankreich bauen.
Onlineportale zu den Themen Verkehr und Energiesparen
Zwei Internetportale erleichtern der Südtiroler Bevölkerung seit Anfang September, sich interaktiv über zwei Themen zu informieren: den Verkehr und das Energiesparen.
Beispielhafte Partnerschaft für Raumnutzung in Belvédère du Sautet
Nach gemeinsamer Planung und Ausführung haben Electricité de France (EDF) und der Gemeindeverband von Pays de Corps diesen Sommer das neue Gesicht von Belvédère du Sautet/F präsentiert.
Übereinkunft für landschaftsverträgliche Windkraftprojekte
Vertreter der Energiebranche und des Landschaftsschutzes in der Schweiz wollen sich für eine umweltverträgliche Nutzung der Windenergie einsetzen und haben sich auf gemeinsame Richtlinien für Windkraftprojekte geeinigt.
Wasserkraftwerk gefährdet Nationalparkprojekt Locarnese
Im Tessin/CH gibt es konkrete Pläne für die Gründung eines Nationalparks Locarnese. Das noch weitgehend unberührte Onsernonetal soll eines der vier Teilgebiete bilden.
Tropenhaus dank Bergwasser
Das 20 Grad warme Bergwasser aus dem Lötschberg-Basistunnel soll im geplanten Tropenhaus in Frutigen/CH beim Nordportal des Bahntunnels für die Produktion von Fischen und tropischen Früchten und zur Beheizung des Betriebsgebäudes genutzt werden.
Der Beitrag der Schutzgebiete zur nachhaltigen Entwicklung in den Alpen
Vom 8. bis zum 10. Oktober findet in Bled/SI die 6. Internationale Konferenz und Generalversammlung des Netzwerks alpiner Schutzgebiete (ALPARC) unter dem Titel "Leben in den Alpen - die neuen Herausforderungen" statt.
Tauerngasleitung: Lösungssuche für strittiges Projekt
Die mehr als 600 Millionen Euro teure, 260 Kilometer lange Tauerngasleitung (TGL), die durch Österreich gebaut und im Jahr 2015 in Betrieb genommen werden soll, ist noch immer Grund für intensive Diskussionen.
Renaissance der Wasserkraft in Frankreich?
Der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo kündigte kürzlich die Ausschreibung und die Erneuerung von 400 Konzessionen der grössten französischen Staumauern an.
Zunahme der Holzernte im Schweizer Berggebiet
Die 2007 in der Schweiz geerntete Holzmenge liegt mit knapp 5,7 Mio. Kubikmeter fast auf dem Vorjahresniveau, aber es zeigen sich grosse Unterschiede in der regionalen Nutzungsentwicklung.
Österreich plant verstärkte Nutzung der Wasserkraft
Anfang Mai präsentierten in Wien/A Vertreter der Landesregierung sowie des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) einen Masterplan, der den Ausbau der Wasserkraft in Österreich vorsieht.
Klimahaus Bayern - zukunftsfähige Häuser ausgezeichnet
Im Rahmen des Klimahaus Bayern-Wettbewerbs übergab der bayerische Umweltminister Otmar Bernhard Ende April neun Preise für vorbildliche Gebäude.
Energieversorgung durch Gletscherschwund gefährdet
Der Rückzug des Gletschers "Mer de Glace" in den französischen Alpen führt zu konkreten Konsequenzen für die Wasserkraftnutzung. Die Versorgung des Wasserkraftwerks "Bois", welches durch den Gletscherabfluss gespeist wird, ist aufgrund des starken Gletscherrückgangs in Gefahr.
Neue Publikation zu Staudämmen im Gebirge
Die neue März-Ausgabe des zweisprachigen Magazins "La revue de géographie alpine" / "Journal of alpine research" beschäftigt sich mit Staudämmen und neuen Herausforderungen im Gebirge.
Slowenien: Erstes öffentliches Gebäude nach Passivstandard
Als erstes öffentliches Gebäude Sloweniens wird in der Stadt Gornja Radgona bis 2009 ein Kindergarten nach dem Passivhaus-Standard saniert. Geplant sind der Einbau einer Wärmepumpe sowie einer Lüftungsanlage.
Workshop zu energieeffizientem Bauen
Am 15. und 16. Mai 2008 findet in Schüpfheim/CH im Biosphärenreservat Entlebuch ein DYNALP²-Workshop zu energieeffizientem Bauen im Alpenraum statt.
Steiermark plant neue Kraftwerke in den Murauen
Mitte März hat das Land Steiermark/A grünes Licht für zwei Wasserkraftwerke an der Mur südlich von Graz gegeben. Für beide Projekte wurde ein positiver UVP-Bescheid erteilt.
EU-Gelder für 50 ökologisch bedenkliche Projekte
Ende Februar wurde von Friends of the Earth Europe und CEE Bankwatch eine Liste von 50 ökologisch bedenklichen und wirtschaftlich fragwürdigen Infrastrukturprojekten in Mittel- und Osteuropa veröffentlicht, die von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und aus den EU-Regionalentwicklungsfonds gefördert werden bzw. werden sollen.
Grösste Photovoltaikanlage Europas bald in den Alpen?
Im französischen Dorf Curbans, gelegen im Département Alpes-de-Haute-Provence, soll demnächst die grösste Photovoltaikanlage Europas entstehen. Über die Pacht für das auf 1.000m Seehöhe gelegene Grundstück, auf dem die Anlage errichtet werden soll, wurde bereits verhandelt.
Wasserkraftprojekt im Nationalpark Gran Paradiso
Wasserkraftwerksbetreiber in Italien stellen die Grenzen des Nationalparks Gran Paradiso in Frage. Dies deshalb, weil der Nationalpark ihre geplanten neuen Wasserfassungen innerhalb des Parks nicht bewilligen will. Die Kraftwerksbetreiber planen, das Wasser von zwei bisher unberührten Bächen des Nationalparks in ihr Wassernetz einzuführen.
Piemont: 2008 ist das Jahr der Energie
Das Piemont/I erklärt 2008 zum Jahr der Energie. Die Region will damit nachhaltige Energieprojekte weiterentwickeln. Die derzeitigen Kosten, die durch Gas- und Ölimporte entstehen, sollen künftig in die Neuschaffung und Vermehrung der Arbeitsplätze in der Region fliessen und somit den BürgerInnen und Betrieben zugute kommen.
Umstrittene Wasserkraftwerke am Inn geplant
Gegen geplante Wasserkraftwerke am Inn regt sich Widerstand. Für das Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) im oberen Inntal soll zwischen Martina/CH und Kajetansbrücke bei Ovella/CH ein Wehr zur Wasserfassung errichtet und das Wasser durch einen Stollen zur Kraftwerkszentrale in Prutz/A geleitet werden.
Eine Gemeinde sagt sich vom Atomstrom los
Arno Zengerle, Bürgermeister von Wildpoldsried im Allgäu und Gastreferent an der CIPRA-Jahresfachtagung von Saint Vincent, weiss als Energie-Spezialist auch um die Kraft starker Visionen. Unter dem Motto «WIR», Wildpoldsried, innovativ, richtungsweisend, setzt sich seine Gemeinde mit viel Her(t)z für erneuerbare Energien und fürs Energiesparen ein – und verbraucht nur die Hälfte des umweltfreundlich erzeugten Stroms. Der 3. Alpenreport, «Wir Alpen», widmet Dorf und Bürgermeister eine Reportage. Hier einige Auszüge.
Energieeffizient Bauen –Bewährtes verbreiten und umsetzen
Passivhäuser und energieeffiziente Sanierungen stecken nicht mehr in der Experimentierphase. Trotzdem sind energieeffiziente Baumassnahmen noch längst nicht Standard, obwohl hier ein riesiges – und verhältnismässig kostengünstiges – CO2-Einsparpotenzial liegt. Die Kampagne climalp der CIPRA trägt mit einer Vielzahl regional angepasster Aktivitäten dazu bei, dass bewährte energiesparende Baukonzepte mehr Verbreitung finden und umgesetzt werden.
Die Alpen – eine Modellregion für den Klimaschutz?
Die Alpen sind besonders vom Klimawandel betroffen. Die Hauptverursacher hingegen finden sich ausserhalb dieses Lebensraums. Heisst das, dass die Alpen nichts zum Klimaschutz beitragen können? Oder lassen sich hier sogar Modelllösungen entwickeln? Francesco Pastorelli, CIPRA Italien, führte mit einem Überblick über die CO2-Bilanz für den Alpenraum in die zentrale Fragestellung der Tagung ein.
Unterschiedliche Klimapolitik der Alpenländer
In der neuesten Klima-Rangliste der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch sind die Alpenländer auf sehr unterschiedlichen Plätzen gereiht. Während Deutschland hinter Schweden auf Rang zwei landet, bildet Italien im inneralpinen Vergleich mit Rang 41 das Schlusslicht.