Meldungen
EU: Verkehrswachstum als Devise
Das Hinterfragen der Zunahme des Güterverkehrs steht nicht zur Debatte. Der Mythos der Koppelung von Verkehrswachstum und Wirtschaftswachstum wird sich bestimmt noch lange halten. Vor diesem Hintergrund versucht die EU, die notwendigen Instrumente zu schaffen, um die Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf andere, sozialere und umweltfreundlichere Verkehrsträger zu ermöglichen.
Wachstum ohne Ende?
Seit dem zweiten Weltkrieg kommen die Alpen immer mehr unter die Räder. Auch neue Basistunnel werden das Problem längerfristig nicht lösen, wenn es nicht an der Wurzel angepackt wird.
Slowenien: Ohne Auto ins Tal Kamniška Bistrica
Am 3. September 2005 hat CIPRA-Slowenien die Veranstaltung "Spaziergang im Tal Kamniška Bistrica" durchgeführt.
EU-Gelder für Studien zu Brenner- und Mont Cenis-Basistunnels
Die Europäische Kommission hat 356 Mio. Euro für Vorhaben innerhalb des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) bereitgestellt.
Ende der freien Fahrt über Südtiroler Pässe - Einführung einer Maut
Bereits im kommenden Jahr wird auf ersten Südtiroler Passstrassen Maut zu bezahlen sein. Dies hat die Landesregierung am 29. August in Bozen beschlossen - auf Antrag von Landesrat Florian Mussner wurde das Konzept zur Einführung der Mautgebühren auf den Pässen genehmigt.
Wettbewerb "Umweltfreundlich Reisen in Europa"
Der Konferenz "Umweltfreundlich Reisen in Europa. Herausforderungen und Innovationen für Umwelt, Verkehr und Tourismus" vom 30.-31. Januar 2006 in Wien geht ein europäischer Wettbewerb für Best Practises voraus.
Mehr Busse für das Schweizer Berggebiet
In touristisch interessanten Berggebieten der Schweiz sollen in Zukunft die Verbindungen des öffentlichen Verkehrs ausgebaut werden. Dies ist das erklärte Ziel des Projekts "AlpentälerBus" der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete.
Baubeginn des neuen RoLa-Terminals im Bayernhafen Regensburg
Ein neues Verlade-Terminal für die zwischen Regensburg/D und Graz/A geplante Rollende Landstrasse (RoLa) wird in den nächsten Monaten im Bayernhafen Regensburg errichtet. Der Neubau erfolgt im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells.
Länderübergreifende Verkehrsdemo am Mont-Blanc
In Servoz/F am Eingang des Chamonix-Tals haben am 28. Juli circa 1.000 Personen gegen die zunehmenden Belastungen durch den Schwerverkehr in den Alpentälern demonstriert. Umweltschützer, politische Vertreter aus verschiedenen Regionen, Gewerkschafter und zahlreiche Bürger auch aus dem nahe gelegenen Italien forderten dabei eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik.
Rheintal - Verkehr an Grenzen
Im Dreiländereck Liechtenstein-Österreich-Schweiz soll die Entschärfung verkehrstechnischer Probleme vorangetrieben werden. Am 21. Juli haben sich die Verkehrsminister Österreichs und der Schweiz getroffen und dabei bekräftigt, die Zusammenarbeit beim grenzüberschreitenden Bahnverkehr verstärken zu wollen.
Wachstumsspirale Zillertal
Tirols Naturschutzlandesrätin Anna Hosp hat den Bau einer zweiten Seilbahn in Kaltenbach/A entgegen aller umweltpolitischen Bedenken bewilligt.
Die alpenquerenden Eisenbahn-Grossprojekte im Fokus
Unter dem Titel "Die Alpen 2020 - die neuen Transversalen" findet in Chambéry/F vom 8. bis zum 16. Oktober eine internationale Veranstaltung zu den transalpinen Eisenbahn-Grossprojekten statt.
Italien: politischer Druck auf Eisenbahntunnel-Projekt Turin-Lyon
Die Präsidentin der Region Piemont, Mercedes Bresso, hat sich für ein Moratorium für das Projekt des neuen Eisenbahn-Basistunnels auf der Strecke Turin-Lyon ausgesprochen.
Nach Fréjus-Tunnelbrand - Verlagerung auf Schiene aktueller denn je
Wegen des Brandes vom 4. Juni bleibt der französisch-italienische Fréjus-Tunnel auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Verkehr weicht auf andere Routen aus. Die Anzahl der LKW durch den Mont-Blanc-Tunnel hat sich seit dem Unfall vervierfacht und in Chamonix, dem Zentrum des französischen Transitwiderstands, fanden bereits mehrere Protestkundgebungen statt.
EU fördert die "schilderlose Stadt"
Zu viele Verkehrsschilder verringern die Verkehrssicherheit und kosten viel Geld. Dies ist eines der Resultate des von der EU geförderten Projekts "Shared Space", welches sich mit Fragen der Raum- und Verkehrsplanung befasst.
Alpentransitbörse: technisch machbar, effizient und kostengünstig
Um den alpenquerenden Schwerverkehr vermehrt auf die Schiene zu verlagern, könnte die so genannte Alpentransitbörse ein geeignetes Instrument sein. Eine vom Schweizerischen Verkehrsministerium in Auftrag gegebene Experten-Studie hat die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Verträglichkeit einer solchen Börse bestätigt.
Verkehrsprojekt Monitraf geht in die erste Phase
Ein Workshop mit Teilnehmern aus Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz hat die erste Phase des Projektes Monitraf (Monitoring of Road Traffic related Effects in the Alpine Space and common measures) eingeläutet.
Österreich: Blockade der Inntal-Autobahn
Die Inntal-Autobahn wurde am 27. Mai durch eine Bürgerversammlung der Transitgegner zwischen Mittag und Mitternacht bei Vomp/A gesperrt. Die angemeldete Veranstaltung wurde von den zuständigen Behörden nicht untersagt.
Italien: Jungfernfahrt der Vinschger-Bahn
Auf der einst stillgelegten Bahnlinie durch den italienischen Vinschgau fährt wieder ein Zug. Am symbolträchtigen 05.05.05 nahm die neue Vinschger-Bahn ihren Betrieb auf.
"Grenzenloser Verkehr? Verkehr an Grenzen!"
Am 16. und 17. Juni findet in Ravensburg/D eine internationale Veranstaltung zur Verkehrsthematik, insbesondere zum Transitverkehr, statt.
Geteilte Reaktionen auf die neue Wegekostenrichtlinie der EU
Im vierten Anlauf haben sich die VerkehrsministerInnen der EU am 21. April auf eine neue Wegekostenrichtlinie geeinigt. Die Vorlage geht jetzt zur Abstimmung ins Europäische Parlament.
Forschungsprojekt zur Umweltbelastung entlang alpiner Hauptverkehrswege
Dieses Frühjahr startete mit ALPNAP ein neues Projekt im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg-IIIB "Alpenraum". Elf Forschungsinstitute, Universitäten und öffentliche Einrichtungen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich arbeiten zusammen an der Überwachung und Minimierung von Lärm und Luftbelastung durch den Verkehr entlang alpiner Hauptverkehrswege.
Durchschlag beim Lötschberg-Eisenbahntunnel
Am 28. April erfolgte genau in der Mitte des knapp 35 Kilometer langen Lötschberg-Eisenbahntunnels durch die Schweizer Alpen der Durchschlag. Auch Bundesrat Moritz Leuenberger war zugegen. Die Abweichung zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil des durchschlagenen Tunnels betrug seitlich 13 Zentimeter und bloss wenige Millimeter in der Höhe.
Tropenfrüchte und Kaviar aus dem Schweizerischen Kandertal bald Realität?
Im Kandertal im Berner Oberland/CH läuft derzeit ein Projekt zur Produktion von tropischen Früchten und zur Aufzucht von Warmwasserfischen - "Tropenhaus mit Aquakultur Frutigen". Dieses soll mit Hilfe von warmem Wasser realisiert werden, welches aus dem sich im Bau befindenden Lötschberg-Eisenbahntunnel stammt. Der Tunnel ist Teil der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (Neat).
Österreich will Wasserprotokoll der Alpenkonvention
Die Arbeitsschwerpunkte des österreichischen Vorsitzes der Alpenkonvention sind fixiert. Umweltminister Joself Pröll präsentierte am 18. März in Innsbruck/A an einer Pressekonferenz das österreichische Programm. Gemäss Pröll will sich Österreich insbesondere um die Verabschiedung eines Wasserprotokolls, die Verkehrsproblematik und den Abschluss des Berichts zum Zustand der Alpen bemühen.
Veranstaltungszyklus zu ökologischer Mobilität in den Alpen
Im Rahmen des Zyklus "Für eine neue, nachhaltige und ökologische Mobilität in den Alpen" organisiert die Transitinitiative Südtirol verschiedene Abendveranstaltungen.
Mobilitätsfachtagung Stadt Isny am 8. April
Die Stadt Isny richtet am 8. April 2005 von 13.30 bis 18.00 Uhr im Rathaus Isny eine Mobilitätsfachtagung aus.
Französische Wintersportorte wollen weniger Strassenverkehr
Wintersportorte in Frankreich schenken dem Strassenverkehr und seinen unerwünschten Auswirkungen zur Zeit viel Aufmerksamkeit. So hat Val d'Isère seine erfolgreiche Kandidatur für die Ski-Weltmeisterschaften 2009 "Weltmeisterschaften ohne Autos" übertitelt, da die Distanzen zwischen den Austragungsorten, Unterkünften, Medienzentrum und dem Ortskern allesamt sehr kurz sind.
Italien: Weniger Einschränkungen für Geländefahrzeuge?
In Italien hat ein Gesetzesvorschlag zum Fahren motorisierter Fahrzeuge auf Naturstrassen und im Gelände in Umweltkreisen Besorgnis ausgelöst. Der Vorschlag wurde beim Senat eingereicht aber noch nicht behandelt. Sollte der Vorschlag zu geltendem Recht werden, würden sich den Anhängern des Geländefahrens neue Möglichkeiten bieten.
Deutschland: Fahrweg auf Rossalm darf nicht gebaut werden
Der seit acht Jahren umkämpfte Fahrweg auf die Rossalm am Geigelstein in Bayern darf endgültig nicht gebaut werden. Dies entschied das Verwaltungsgericht München, welches damit die schon bestehende Genehmigung der Regierung von Oberbayern aufhob.